Hohe Absprungrate senken - Bounce Rate minimieren Webseite

Hohe Absprungrate senken

Du willst deine hohe Absprungrate senken, weil dir die Besucher deine Webseite reihenweise von der Webseite abspringen? Dann bist du hier richtig! Während du im Einkaufsladen einen potentiellen Kunden direkt ansprechen kannst, hast du online nicht die Möglichkeit nachzufragen, warum er gegangen ist. Das erschwert natürlich die Ursachen-Suche, dennoch werden wir heute deine Absprungrate senken! In diesem Artikel lernst du, was die Absprungrate genau ist, wie du die Bounce Rate berechnest, was eine gute Absprungrate ausmacht und selbstverständlich auch anhand von 27 Tipps, wie du die Absprungrate senken kannst. Auf geht’s!

Hier ist ein kurzes Inhaltsverzeichnis für dich:

  1. Absprungrate? Definition & Berechnung
  2. Was ist eine gute Absprungrate?
  3. 27 Tipps, um deine Absprungrate zu senken!
  4. Fazit

Was ist die Absprungrate? Wie berechnet man die Bounce Rate?

Wie viele Besucher sind prozentual nach dem Einstieg auf deine Webseite wieder abgesprungen, ohne eine weitere Seite aufgerufen zu haben? Die Antwort auf diese Frage ist die Absprungrate.

Die Absprungrate ist der prozentuale Anteil der Nutzer, denen etwas an deiner Webseite nicht gefallen hat oder die nicht schnell genug fündig geworden sind.

Berechnet wird der Wert, indem man für einen bestimmten Zeitraum die Anzahl der abgesprungenen Besucher durch die Anzahl aller Besucher teilt:

(Zahl Absprünge / Zahl Besucher) * 100 = Absprungrate in Prozent

Mit Google Analytics oder dem Tool Piwik lässt sich die Absprungrate wunderbar automatisiert berechnen. Die Absprungrate (Bounce Rate) gibt uns einen spannenden Einblick in die Psychologie von Webseiten-Besuchern und ist eine der wichtigsten, analytischen Kennzahlen im Online-Marketing. Hinweis: Eine hohe Absprungrate muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass deine Besucher unzufrieden sind. Vielleicht haben sie auch direkt auf der ersten Seite gefunden, was sie gesucht haben.

Warum du eine hohe Absprungrate senken musst

Eine hohe Absprungrate beeinflusst das Ranking in den Google Suchergebnissen. Denn Google möchte seinen Nutzern immer die besten Ergebnisse liefern und die Absprungrate gibt Aufschluss über die Nutzererfahrungen auf deiner Webseite. Du musst also deine Absprungrate senken, damit am Ende deine Nutzer und auch der Algorithmus von Google zufrieden sind und sich mit der Conversion-Rate (Abschlussrate) schlussendlich das Gegenstück der Absprungrate erhöht. Eine niedrige Absprungrate macht also dich, deine Leser und auch Google glücklich.

Durchschnittliche Absprungraten – Was ist gut?

Wie so oft lässt sich gar nicht genau sagen, was eine gute Absprungrate ist und was nicht. Dafür haben wir zu viele Variablen, die einen Vergleich von Absprungraten erschweren. Was sich sagen lässt, ist, dass eine Absprungrate unter 50% grundsätzlich gut ist. Man kann die Bounce Raten einer Shop-Seite aber nicht gut mit der Absprungrate eines Blogs vergleichen. Denn im Shop werden viele Artikeldetailseiten durchgestöbert, während man im Blog oft nur einen Artikel liest und dann schon unter Umständen die gewünschten Antworten gefunden hat. Einen Absprungrate von 80% klingt schlecht, für Blogs ist dieser Wert aber deshalb durchaus gängig. Wie du trotzdem deine Absprungrate senken kannst, wirst du gleich lernen.

Hohe Absprungrate senken – Mit 27 Tipps!

Ich möchte dir jetzt einige Tipps mit auf den Weg geben, mit denen du deine Absprungrate senken kannst. Teste ein bisschen herum und schaue dir die Entwicklung der Absprungrate an, um etwas über das Verhalten deiner Leser auf deiner Webseite zu erfahren.

  1. Keyword-Ausrichtung optimieren: Sind die Seiten und Posts auf deiner Webseite auch auf die richtigen Keywords ausgerichtet? Durch eine falsche Ausrichtung schürst du auch falsche Erwartungen bei Suchenden, die dann sofort abspringen. Ein Beitrag über Tipps zur Stärkung des Immunsystems beispielsweise sollte bei dem Suchbegriff “Immunsystem stärken” gefunden werden und nicht bei “Immunsystem Funktion”. Wer Letzteres sucht würde sehr wahrscheinlich abspringen. Richte also deine Keywords exakt aus, wenn du deine Absprungrate senken willst.
  2. Sorge für Lesbarkeit: Ein guter Text ist spannend, hat wenige Störfaktoren und bietet einen echten Mehrwert für den Leser. Je mehr sich ein Leser für deine Texte begeistert, desto länger bleibt er natürlich auch auf deiner Webseite und du kannst deine Absprungrate senken. Die Lesbarkeit von Texten lässt sich anhand des Flesch-Reading-Ease Lesbarkeitsindexes miteinander vergleichen. Den “Flesch-Index” eines Beitrages kannst du hier berechnen.
  3. Knackige Überschriften verwenden: Wenn wir uns heute auf Webseiten befinden, neigen wir dazu, die Seite zu überfliegen und nach interessanten Inhalten zu suchen. Mit spannenden Überschriften erhöhst du die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Beitrag gelesen wird und kannst so auch deine Absprungrate senken.
  4. Fachbegriffe und Abkürzungen erklären: Wenn wir etwas auf einer Webseite bzw. in einem Text nicht verstehen, ist das ein echter Bruch in der Lesbarkeit. Vermeide daher unverständliche Fachbegriffe und Abkürzungen, um deine Absprungrate zu senken. Mache dir immer klar, dass deine Leser mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ganz so sehr im Thema stehen, wie du als Autor.
  5. Intern verlinken: Die Power interner Verlinkungen wird oft unterschätzt. Dabei geben interne Links sowohl dem Google Algorithmus einen Hinweis auf die Webseiten-Struktur und helfen natürlich auch dabei, deine Absprungrate senken zu können. Je mehr interne Links in einem Beitrag sind, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass dein Leser auch noch einen anderen Artikel liest.
  6. Lenke deine Leser nicht ab: Ein Leser liest deinen Artikel immer mit einer bestimmten Erwartung, die ihm der Artikel oder eine Empfehlung suggeriert hat. Sorge also dafür, dass diese Erwartung erfüllt wird und du so wenige ablenkende Störfaktoren einbaust, wie möglich. Wer sich wohl fühlt, bleibt. Sorge also dafür, dass deine Leser zufrieden sind, wenn du deine Absprungrate senken willst.
  7. Bildgrößen minimieren, Ladezeit senken: Das habe ich in meiner Anfangszeit wirklich sehr unterschätzt. Minimiere deine Bilder auf die Größe, die notwendig ist für eine ordentliche Darstellung auf deiner Webseite. So reduzierst du die Ladezeit und kannst deine Bounce Rate reduzieren. Denn je schneller deine Webseite lädt, desto weniger deiner User springen ab. Hier kannst du checken, welche Bilder deiner Webseite noch zu groß sind.
  8. Für mobile Endgeräte optimieren: Immer mehr Web-Traffic spielt sich auf mobilen Endgeräten wie dem Smartphone oder dem Tablet-PC ab. Da sind angepasste Darstellungsgrößen deiner Webseite wichtig, die du mit deinem sich anpassenden Design (Responsive Design) erzielst. Sieht die Webseite auch auf kleineren Geräten gut aus, kannst du deine Absprungrate senken.
  9. Call2Action am Ende: Ist ein Beitrag zu Ende, solltest du dem Leser direkt ein weiterführendes Angebot machen. So wirst du deine Absprungrate senken. Denn mit einem Newsletter, einem Ebook oder einfach weiteren Artikel-Empfehlungen kannst du dafür sorgen, dass dein Leser noch mindestens eine zweite Seite besucht.
  10. Look and Feel muss passen: Wenn du etwas siehst und dich sofort wohlfühlst, wirst du vermutlich noch etwas länger dort bleiben, richtig? Das gilt auch für deine Webseite! Wenn Design & Inhalt stimmig sind und die Nutzererfahrung gut ist, wirst du deine Absprungrate senken. Sorge dafür, dass deine Leser das finden, was sie suchen!
  11. Related Posts einbauen: Wie eben schon kurz angerissen, solltest du für eine niedrige Bounce Rate weiterführende Artikel-Empfehlungen (Related Posts) am Ende jedes Blog-Artikels einbauen. So bietest du dem Leser nach Abschluss eines Artikels die Möglichkeit an, direkt den nächsten Beitrag zu lesen. So kannst du deine Absprungrate senken, denn der Leser kommt auf eine zweite Seite deines Blogs.
  12. Sei Glaubwürdig und authentisch: Stelle einfach mal ein paar entfernten Freunden die Frage, welche Wirkung deine Webseite bei ihnen erzielt. Ist alles stimmig oder eher wenig authentisch und glaubwürdig? Letzteres wäre ein Indiz für die hohe Absprungrate. Sehe zu, dass alle Inhalte ohne Widersprüche miteinander übereinstimmen, um deine Absprungrate zu senken.
  13. Fixierte Navigation: Es ist einfache Psychologie. Zu Beginn haben wir mit der Navigation eine schöne Übersicht über die Webseite. Scrollen wir im Beitrag herunter, verschwindet die Navigation häufig, wir verlieren unseren Überblick und fühlen uns unwohl. Wenn du also deine Absprungrate senken willst, dann fixiere deine Navigationszeile, sodass sie beim Scrollen mitfährt.
  14. Auf hektische Hintergrundvideos verzichten: Das Hintergrundvideo hier bei DigitalerNomade.net ist sehr ruhig und auf dem Smartphone gibt es ein Hintergrundbild, anstatt einem Video. Wenn du ein Hintergrundvideo einbaust, sollte es keine Hektik vermitteln. Denn das Video ist direkt das erste, was ein User auf deiner Webseite sieht. Sorge dafür, dass sich dein Leser wohl fühlt, um deine Absprungrate zu reduzieren.
  15. Baue ein Inhaltsverzeichnis ein: Jeder Artikel sollte ein Inhaltsverzeichnis haben. Je umfassender der Artikel ist, desto wichtiger ist das! Denn Ist der User auf der Suche nach etwas Bestimmtem, findet in der Weite deines Artikel aber nicht auf Anhieb das was er sucht, springt er ab. Mit einem Inhaltsverzeichnis, wie in diesem Artikel auch, kannst du ihm bei seiner Suche helfen und deine Absprungrate senken.
  16. Kategorien und Neueste Artikel in Sidebar: Unterschätze nicht die Kraft der Sidebar. Hier kannst du wunderbar auf weitere Inhalte deiner Webseite hinweisen, sodass du deine Absprungrate automatisch senken kannst. Auch hier kannst du die Related Posts einbauen und deine coolen Content empfehlen.
  17. Ladezeit mit Caching Plugin beschleunigen: Caching kann bereits geladene Webseiten zwischen speichern, sodass die Ladezeit beim nächsten Besuch kürzer ist. Eine kürzere Ladezeit hilft dir dabei, deine Absprungrate zu senken. Beispielsweise kannst du dafür das WordPress-Plugin “WP Super Cache” verwenden.
  18. Hilfreiche Inhalte veröffentlichen: Wenn wir googeln, suchen wir nach einer Lösung. Kommt der Suchende dann auf deine Webseite, aber der Inhalt ist nicht hilfreich, springt er ab. Wenn du die hohe Absprungrate senken möchtest, dann investiere Zeit und Recherche in deinen Content. Je besser und hilfreicher der Content, desto länger bleibt der User auf deiner Webseite.
  19. Übersichtliche Navigation: Sorge dafür, dass du eine gesunde Blogstruktur aufbaust. Kategorien und andere Themengebiete sollten nicht zu überladen sein. Dann ist man als Besucher deiner Webseite zu schnell überfordert und das sorgt für eine hohe Absprungrate. Um deine Absprungrate senken zu können, schaffe einen sauberen Überblick über deiner Blog-Themen in der Navigation.
  20. Am besten keine PopUps: Für mich sind PopUps-Fenster aus zwei Gründen Gift für die Stimmung auf einer Webseite. 1) Unsere Surf-Erfahrung hat uns gelehrt, dass PopUps im Normalfall merkwürdigen Inhalt zeigen, sodass wir das Fenster instinktiv schnell schließen und 2) PopUps funktionieren auf dem Smartphone oft nicht, sodass die Nutzererfahrung hier endet. -> Beides sorgt für eine hohe Absprungrate. Wenn du die Absprungrate senken willst, dann arbeite lieber mit einer klaren Ziel-Seite anstelle des PopUp-Fensters.
  21. Externe Links im neuen Tab öffnen: Für manchen mag es störend erscheinen, wenn sich durch einen Klick plötzlich ein zweites Fenster öffnet. Ist der Content aber auf einer anderen Webseite, macht es absolut Sinn! Denn so bleibt das Fenster mit deiner Webseite geöffnet und der Leser kann jederzeit weiterlesen. Denn ist dein Fenster weg und der Content auf der Ziel-Seite ungenügend, ist der Leser weg. Um deine Absprungrate senken zu können, lasse externe Links also im neuen Fenster öffnen.
  22. Mit CSS Vereinfachung Ladezeit senken: CSS-Dateien in den tiefen deines Web-Codes brauchen im Laufe der Zeit einfach eine Umstrukturierung. Denn mehr Aufgaben bedeuten eine höhere Ladezeit und die führt zu einer hohen Absprungrate. Vereinfache die CSS-Struktur um deine Absprungrate senken zu können.
  23. Keine Hintergrundmusik einbauen: Eigentlich selbstverständlich. Aber da ich tatsächlich manchmal noch Hintergrundmusik auf Webseiten sehe, sage ich es lieber. Keine störende Hintergrundmusik! Denn in der Regel möchten Leser nebenbei eigene Musik hören. Ist das uneingeschränkt möglich, wirst du deine Absprungrate senken.
  24. User ein Startgeschenk machen: Mit einem geschenkten E-Book oder einem kostenlosen Guide über das Blog-Thema, kannst du deinen neuen Besuchern direkt ein Startgeschenk machen. So erhöhst du direkt das Vertrauen deiner User in deinen Blog. Je mehr Vertrauen, desto länger bleiben User auf deiner Webseite. Und das senkt deine Absprungrate!
  25. Bewerbe nur die richtige Zielgruppe: Wenn du Werbung schaltest, dann solltest du die Zielgruppe so eng und genau wie möglich halten. Je genauer die Zielgruppe zum beworbenen Inhalt passt, desto wahrscheinlicher stößt du mit deiner Anzeige auf einen interessierten User. Das gilt für Facebook, Google und auch alle anderen Kanäle. Durch gezielte Kampagnen kannst du also deine Absprungrate senken.
  26. Überprüfe regelmäßig Links und Buttons: Manchmal funktionieren Verlinkungen einfach nicht mehr. Vielleicht war es auch schon immer so und dir ist es nicht aufgefallen. Funktioniert eine Verlinkung nicht, kommt dein Leser nicht weiter. Ein Grund für eine hohe Absprungrate. Mit dem WordPress-Plugin Broken Link Checker wirst du automatisch informiert, sobald ein Link nicht mehr funktioniert!
  27. Wenige Werbeanzeigen einbauen: Na klar, du willst ja auch ein bisschen Geld verdienen. Doch auch wenn wir Werbeanzeigen instinktiv überlesen, stören sie den Lesefluss. Ist der Lesefluss gestört, erhöht sich deine Absprungrate. Versuche deine Werbeanzeigen daher auf einem gesunden Niveau zu halten und du wirst deine Absprungrate senken.

Absprungrate senken? Das ist einfach!

Eine niedrige Absprungrate ist ein Indiz für eine gut funktionierende Webseite mit guter Nutzererfahrung. Sie kann aber auch ein Indiz dafür sein, dass Leser schnell finden, wonach sie suchen. Deshalb ist der Wert der Absprungrate mit Vorsicht zu genießen bzw. zu vergleichen. Mit den heutigen Tipps kannst du die typischen negativen Ursachen für eine hohe Absprungrate aber definitiv beheben. Ich hoffe, dass du deine Absprungrate senken kannst und freue mich auf deinen Erfahrungen in den Kommentaren unter diesem Beitrag.

Beste Grüße,

DigitalerNomade.net - Christoph

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